Vergoldeter Hochaltar

Unser Altar hat seinen ursprünglichen Glanz zurückerhalten.(hier bitte noch zwischentexten zur Restaurierung)
Der vergoldete Hochaltar entstand im Jahre 1882. Über den Bildhauer Fritz Neuber (1837-1889) ist lediglich bekannt, dass er neben dem Hochaltar auch Bildwerke in der Nicolai- sowie der St. Petri Kirche in Hamburg geschaffen hat und dass er ein Schüler von Stephan und Lippelt war.
Der Altar wurde von Frau Konsul Schiller, über deren Person ebenfalls nichts in Erfahrung gebracht werden konnte, gestiftet und eigens für die in den Jahren 1880-1882 erbaute St. Johannis Kirche beauftragt.
Bei dem Hochaltar handelt es sich um ein aus Eichenholz gearbeitetes, vollständig vergoldetes Schnitzwerk mit einem Altartisch aus Sandstein.
Der Altar ist in drei Geschosse unterteilt. Das Untergeschoss zeigt das Heilige Abendmahl, das detailgenau nach dem bekannten Wandgemälde von Leonardo da Vinci (Refectorium Santa Maria delle Grazie, Mailand 1495-97) entstanden ist. Im Mittelgeschoss darüber ist die Kreuzigungsszene und im krönenden Giebel die Auferstehung Christi dargestellt.

Apostel

Mathaeus

Mathäus war, bevor er von Jesus zum Jünger berufen wurde als Zöllner tätig. Das änderte er, als Jesus ihn in seine Nachfolge rief. Mathaeus wird in anderen Teilen der Bibel auch Levi, Sohn des Alphäus genannt.
Er soll in Persien und Äthiopien den Glauben verkündigt haben. Der Überliefung nach schrieb er das Matthäus-Evangelium etwa um das Jahr 80 a.D., in welchem er besonders auf das menschliche Sein Jesu eingeht.
In der Kunst wird er oft mit einem Beil dargestellt als Zeichen für die Art seines Märtyrertodes.
Das Apostelfest wird am 21. September gefeiert.

Stifter: H. Hudtwalcker
Patin: Antje-Anna

Paulus

Paulus war Sohn wohlhabender Eltern und ergriff den Beruf seines Vaters als Teppichweber. Gleichzeitig verachtete er die neue Glaubenshaltung der Christen, bis er Jesus in Darmaskus traf und sich bekehren ließ. Er traf den auferstandenen Christus in Darmaskus und wurde vom Christenverfolger zum Jünger Christ. Er machte viele Missionsreisen durch die Welt. Paulus wird in der Kunst oft mit Buch und Schwert dargestellt.
Sein Festtag ist am 28. Oktober.

Stifterin: Frau S. Nagel
Patin: Leona

Judas Thaddäus

Judas, der auch Judas Thaddäus genannt wird, ist nicht zu Verwechseln mit Jesu Verräter Judas Iskariot. Judas Thaddäus, der Sohn des Jakobus wird nur in zwei Evangelien als Apostel genannt und soll den Judasbrief geschrieben haben. Von ihm wird erzählt, dass er seine Glaubenslehren bis nach Persien getragen haben soll. Auch er starb den Martertod und soll von einer Keule erschlagen worden sein. Deswegen wird er in der Kunst auch oft mit einer Keule dargestellt. Der Aposteltag für Judas, der als Patron für schwere Not gibt, ist am 28. Oktober.

Stifter: H. Hudtwalcker
Pate Praxis Moritz und Pieper

Jakobus der Ältere

Jakobus, Sohn von Zebedäus, ist der leibliche Bruder des Apostels Johannes und lebte mit ihm als Fischer am See Genezareth. Um das Jahr 44 n. Chr. wurde er getötet und war damit der erste Jünger Jesu, der wegen seines Glaubens sterben musste. Es wird gesagt, dass sein Leichnam nach Santiago de Compostela überführt worden ist. Seit dem Mittelalter pilgern im Jahr viele tausend Menschen den nach ihm benannten Jakobsweg. In der Kunst wird er als Pilger mit Muschel dargestellt und er gilt als Schutzheiliger der Wallfahrer. Sein Festtag ist der 25. Juli, welches besonders in Santiago de Compostela gefeiert wird.

Stifter: H. Hudtwalcker
Pate Familie Gillmann

Andreas

Der Apostel Andreas war der Bruder des Simon Petrus und wie er von Beruf Fischer. Er war Anhänger von Johannes dem Täufer, bis er von Jesus am See Genezareth zum Apostel berufen wurde und als Erstberufener gilt. Sein Auftrag war es Menschen zu fischen für das Reich Gottes. Er brachte das Wort Gottes bis nach Griechenland, wo er den Martertod an einem schrägen Kreuz erfuhr. Deswegen wird Andreas auch oft mit einem x-förmigen Kreuz dargestellt, welches heute Andreaskreuz heißt.

Stifter: H. Hudtwalcker
Patin: Leonie Sophie

Bartholomäus

Philippus brachte ihn zu Jesu, der ihn als Jünger „in dem kein Trug ist“ aufnahm. In einem der Evangelien wird er auch Nathanael genannt. Ihm wird die Verbreitung des Evangeliums nach Ägypten und Armenien zugesprochen. Attribute des Bartholomäus sind Bücher oder ein Messer. Sein Namenstag wird am 24. August gefeiert.

Stifter: H. Hudtwalcker
Pate: Marx Walter

Simon

Simon und Judas sind Söhne von Jakobus dem Jüngeren und stammen aus Kana. Simon trägt den Beiname Zelotes, “der Eiferer“, weil er wohl vor der Jüngerschaft der politisch radikalen Bewegung der Zeloten angehörte. Simon soll sowohl in Afrika als auch in Britannien den Glauben an Christus verbreitet haben. Als Glaubensbote soll er brutal von einer Säge getötet worden sein, weswegen er in der Kunst auch mit Säge dargestellt wird. Gedenktag ist der 28. Oktober und wird als Beginn der Winterzeit gehandhabt.

Stifter: H. Hudtwalcker
Patin: Renate Franziska

Johannes

Johannes ist der leibliche Bruder vom Apostel Jakobus, beide sind Söhne des Zebedäus. Er war der Jünger Jesu, den er „lieb hatte“ und gehörte damit zum engsten Vertrautenkreis. Er beschreibt sich selbst als Einzigen, der unter dem Kreuz Jesu gestanden hat und war auch der Erste, der Jesus nach der Auferstehung erkannte. Er trug seinen Glauben bis in die Türkei, war aber vor allem mit Petrus Sprecher der jungen Gemeinde in Jerusalem. Das Symbol von Johannes ist der Adler, denn der Vogel, der sich durch seine Stärke und Weitsicht auszeichnet, wurde als passender Vergleich für Johannes Glauben empfunden.

Stifter: H. Hudtwalcker
Pate: John William

Jakobus der Jüngere

Jacobus der Jüngere war der Sohn des Alphäus. Oft wird er mit dem Bruder Jesu verwechselt, der auch Jakobus heißt. Jakobus der jüngere wird erst sehr spät in der Bibel erwähnt. Er soll der erste Bischof von Jerusalem gewesen sein. Als solcher wir er bis heute von den Armenischen Christen in Jerusalem verehrt. Nach Jakobus haben sie ihre wunderschöne Kirche im Armenischen Viertel in der Altstadt benannt, in der hunderte brennende Öllampen bei großen Feiertagen an die Seelen der Verstorbenen erinnern.

Stifter: H. Hudtwalcker
Patin: Dr. Ingeborg Kauke-Utermann

Thomas

Der Apostel Thomas wird auch oft als „der Ungläubige“ bezeichnet. Er glaubte erst an die Auferstehung Jesu, als er seine Wundmale berührt hatte. Seine Mission endete in Indien, wo er einen König bekehrte und dann sein Baumeister wurde. Tatsächlich gibt es heute indische Christen, deren Wurzel in das 1. Jahrhundert zurückreichen. Indische Christen werden auch Thomas-Christen genannt.

Stifter: H. Hudtwalcker
Pate: Dr. Thomas Nitschke

Petrus

Der eigentliche Name dieses Apostels lautet Simon. Doch gab ihm Jesus später den Beinamen Petrus, was übersetzt Fels heißt, da er zum Fundament der Kirche werden sollte. Heute sehen sich alle Päpste als Nachfolger von Petrus und das Papstamt wird auch Petrusamt genannt. Petrus war Fischer am See Genezareth zusammen mit seinem Bruder Andreas, bis er von Jesus zum Apostel berufen wurde. Er stand Jesus besonders nah, doch auch er konnte erst nach Beweisen an die Auferstehung Jesu glauben. Im Jahr 64 starb er den Märtyrertod in Rom.
Zusammen mit dem Apostel Paulus wird am 29. Juni sein Gedenken gefeiert.

Stifterin: S. Nagel
Patin: Mia-Carlotta

Philippus

Philippus, der aus Bethsaida stammt, war ein Freund des Apostels Andreas. Bevor er zu Jesus kam, gehörte er dem Jüngerkreis Johannes des Täufers an. Seine spätere Mission führte ihn in die Türkei. In der Kirche der Zwölf Apostel in Rom werden seine sterblichen Überreste aufbewahrt. Dargestellt wird er mit einem Buch, einem Kreuz oder einer Geißel. Sein Festtag ist der 3. Mai.

Stifter: H. Hudtwalcker
Pate: George Philipp

Medaillons

1.Medaillon

„Habe Geduld, Gott wird dir bald helfen“ - Tobias 5,14
Im Buch Tobit wird von einem Sohn erzählt, dessen Vater im Sterben liegt. Er gibt auf dem Sterbebett seinem Sohn Lebensweisheiten mit und sagt mitunter auch den berühmten Satz „Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem anderen zu.“ Sein letzter Wunsch ist es, dass sein Sohn nach Rages zieht, um einen Schuldschein einzulösen. Damit er den weiten Weg nicht alleine gehen muss, sucht sich der Sohn einen Begleiter. Den Begleiter, den er findet ist ein Engel Gottes namens Rafael, der sich als Mensch ausgibt. Bevor der Vater die Beiden losschickt, spricht er sein Leid aus, dass er durch seine Krankheit widerfährt. Der Engel antwortet ihm mit den Worten: „Habe Geduld, Gott wird dir bald helfen.“ So kann der Vater seinen Sohn und den Begleiter in Frieden ziehen lassen.

Stifterin: Frau Dr. Lehmann und Kinder
Pate: Familie Gillmann

2.Medaillon

„Talita kum! Mädchen, ich sage dir, steh auf! “ - Markus 5,41
Am See in die Gegend der Gerasener trifft Jesus den Synagogenvorsteher Jaïrus, dessen Tochter im Sterben liegt. Jaïrus bittet Jesus ihr zu helfen, doch bevor er ankommt, wird gesagt, dass sie gestorben sei. Die trauende Menge schickt er fort und geht zu der Tochter mit Vater, Mutter und drei seiner Jünger. Jesus sagt, dass das Mädchen nur schläft und kniet sich zu ihr nieder und nimmt ihre Hand. Er spricht „Talita kum“, was bedeutet „Mädchen, ich sage dir, steh auf“. Die Tochter des Jaïrus steht auf und ist gesund. Jesus verabschiedet sich mit den Worten, dass sie seine Tat nicht weitererzählen sollen.

Stifterin: Frau G. Amsinck
Patin: Stine

3.Medaillon

„So gehe hin und thue dessgleichen“ - Lukas 10,37
Als ein Schriftgelehrter Jesus fragt, was zum ewigen Leben führt, erzählt er ihm die Geschichte des barmherzigen Samariters. Als ein Mensch unter Räuber fällt und am Wegrand verletzt liegt, laufen sowohl ein Priester, als auch ein Levit an ihm vorbei. Doch ein Samariter, der an ihm vorbeikommt, weint um ihn, verbindet seine Wunden und bezahlt einen Wirt, damit er für die Genesung des Verletzten sorgt. Jesus spricht zu dem Gelehrten, dass dies wahre Nächstenliebe und Barmherzigkeit ist und der Gelehrte hingehen und desgleichen tun soll.

Stifter: G. Wohlers
Paten: Boj und Malinde

4.Medaillon

„Gegrüsset seiest du, Maris, Gebenedeite unter den Weibern!“ - Lukas 1,28
Maria wird Jesu Geburt vom Engel Gabriel verkündigt. Der Engel trifft sie in ihrem Haus in Nazareth und spricht, dass sie den Sohn Gottes gebären wird. Maria versteht die Worte des Engels nicht, denn sie ist eine Jungfrau. Doch der Engel berichtet ihr, dass auch Elisabeth ein Kind gebären wird, obwohl sie unfruchtbar ist, da mit Gott alles möglich ist. Marias starker Glaube an Gott, lässt sie auf die unglaublichen Worte des Engels vertrauen.

Stifter: Th. Bock
Paten: Gabriel und Julia

5.Medaillon

„Ehre Sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden.“ - Lukas 2,14
Es wird die bekannte Geschichte von Jesu Geburt erzählt, die auch jedes Jahr zu Weihnachten nachempfunden wird. Zur Zeit der Volkszählung macht sich Josef mit seiner schwangeren Frau Maria auf nach Bethlehem. Sie finden dort nur einen kleinen Stall, in dem Maria Gottes Sohn Jesus gebären wird. Den Hirten auf den Feldern erscheinen Engel, die die Geburt Jesu verkündigen und Gott ehren mit den Worten: „Ehre Sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden.“ So ziehen die Hirten los zu dem kleinen Stall und erzählen von den Worten der Engel und alle wundern sich sehr. Doch wissen sie, dass die Engel die Wahrheit sprachen, als sie das Kind erblicken.

Stifter: Th. Bock
Patin: Lina Sophia

6.Medaillon

„Was muss ich tuhn dass ich selig werde? Glaube an den Herrn Jesus Christus.“ – Apostelgeschichte 16,30-31
Obwohl Paulus und Silas wegen ihrer Glaubensbekundung in ein Gefängnis geworfen werden, halten sie an ihrem Glauben fest und beten. So erschüttert das Gefängnis ein Beben und alle Ketten fallen von ihnen ab. Als der Gefängnisaufseher sich töten will, da er glaubt, dass alle seine Gefangenen entkommen sind, rettet Paulus ihn, indem er sagt, dass alle Gefangen noch hier sind. Und der Aufseher fällt zu seinen Füßen und frag, wie er selig werden kann. Paulus spricht „Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus selig!“ Alsbald führt der Aufseher die Gefangnen in sein Haus, lässt sich und die Seinen taufen und freut sich, dass er zum Glauben an Gott gekommen ist.

Stifterin: Fräulein B. Reimers
Pate Hauptkirche St. Nikolai

7.Medaillon

„Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.“ - Matthäus 5,7
Jesus zieht mit seinen Jüngern durch Galiläa und trifft viele Menschen, denen er das Evangelium predigt. Er wird immer bekannter, da er alle Gebrechen und Krankheiten des Volkes heilt. Deswegen folgt ihm eine große Menge aus vielen Landstrichen und eines Tages begibt er sich auf einen Berg und spricht zu ihnen. Der Satz „Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen“ stammt aus dieser Bergpredigt, die einer der ersten öffentlichen Bekundungen Jesu ist.

Stifter: Kinder von Emilie Govert
Paten: Carlotta und Ferdinand