Ausstellungen in St. Johannis-Harvestehude

Zu Gebet und Meditation gesellt sich die Reflexion - auf den neugestalteten Wandflächen in den Spitzbögen der Seitenschiffe. Hier sind durch Neuanstrich und Verbesserung der Beleuchtung nahezu ideale Flächen zur Bildpräsentation entstanden.
Der Beweis: die zahlreiche Ausstellungen, denen St. Johannis bereits Raum geboten hat!


Aktuelles Projekt:

Das Reformationsjahr im Kirchenschiff - ein Kunstprojekt

Zum 500. Reformationsjubiläum wird es in der St. Johannis-Kirche eine besondere Ausstellung zum Wort geben. Wie im Zentrum lutherischer Theologie das Wort steht – als Heilige Schrift, als Offenbarung Gottes in Jesus Christus, als Mittel zum Glauben – so soll zum Reformationsfest 2017 das Kirchenschiff mit Lebensworten und Glaubensworten erfüllt sein. Worte, die Halt, Heimat oder Hoffnung vermitteln. Worte, die im Gebet gen Himmel geschickt oder im Herzen bewegt werden. Worte, die das eigene Leben ausmachen oder den persönlichen Glauben. Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus unserer Gemeinde werden sich auf die Suche nach ihren Lebensund Glaubensworten machen. Die Hamburger Künstlerin
Claudia Reich, bekannt durch Installationen in Kirche, Krankenhaus und Kunsthalle, wird den Kirchraum mit diesen Worten neu inszenieren; vgl. www.inszenierte-raeume.de.
Helfen Sie mit Ihrer Spende, den Kern lutherischen Glaubens aufzuspüren und in der Ausstellung LEBENSWORTE – GLAUBENSWORTE erfahrbar und sichtbar zu machen – auch heute!


Archiv

Isabelle Krötsch: ALL EIN DIE VIELFALT (April bis Mai 2013)

Am Anfang war das Wort, der Klang, die Schwingung, die Energie, der Prozess. So ist es in allen Schöpfungsmythen der großen Kulturen zu lesen und zu spüren. Worte schaffen Wirklichkeit, als Klang, Welle und Resonanz. Und so bestimmen sie unser Bewusstsein und unser Bewusstsein bestimmt sie.
Neben großen Gemälden gehören collageartige Arbeiten zu den Werken von Isabelle Krötsch. Seit den Surrealisten ist diese Gestaltungsform eine Weise, Schichten erkennbar zu machen, Schichtungen offen zu legen und so Ge-Schichten zu erzählen.


"Scheinbare Gewissheiten" von Sylvia Goebel (September bis November 2010)

"Scheinbare Gewissheiten" hat Sylvia Goebel die Ausstellung ihrer großformatigen Kunstwerke betitelt. Diese sind im wahrsten Sinne des Wortes schwerwiegend durch unzählige Schichten von Acrylfarbe. Sie lassen den kreativen Prozess erahnen, den die Künstlerin mit ihrem Werk durchschritten hat, den Weg der Auflösung als Chance zum schöpferischen Neubeginn.

"...am dritten Tage..." von Jörg Längers (März bis April 2010)

Jörg Längers Christusgestalten, die an einen Kreuzweg erinnern, sind auf Silhouetten reduziert. Er zitiert Darstellungen berühmter Künstler und stellt sie in einen neuen Kontext. Sie regen die Betrachtenden an inne zu halten und den Raum auszuloten, der mit diesem Leidenden aufgerissen ist.
Jörg Längers Bilder spiegeln die auf ein Höchstmaß verdichtete künstlerische und intellektuelle Auseinandersetzung mit der Grundfrage der menschlichen Existenz, warum das Leben nicht ohne Verwundungen und Leiden, Schmerz und Schuld möglich ist.


"Grenzüberschreitungen" von Prof. Heinz Gellrich (September bis November 2009)

"Grenzüberschreitungen" nennt der in Hamburg lebende Maler und Grafiker Prof. Heinz Gellrich seine Ausstellung. In jeweils drei aufeinander bezogenen Gemälden, dem Triptychon, zeigt er Beispiele für das Streben des Menschen, immer wieder eigene Grenzen zu überschreiten. So gefährdet der Mensch sein eigenes Leben oder das kollektive Überleben wie es in dem Zyklus von 1970 "Atomium, Zerstörung und Hoffnung" gezeigt wird. Der von der Forschung und dem Fortschritt faszinierte Mensch entwickelt eine Technologie, die das Leben auf dieser Welt vernichtet.


"Dem Glauben Gestalt Geben" von Jörg Länger (März bis April 2009)

"In Christus war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis und sie hat es nicht ergriffen" (Johannes 1,4)
So beginnt Johannes sein Evangelium von dem Menschen Jesus, der als Christus das Licht und Leben der Menschen ist.
Vor ein paar Jahren hat Mel Gibson mit seinem Film "The Passion of Christ" dies auf brutale Weise vor Augen geführt. Zeitgleich hat der in Hamburg lebende Künstler Jörg Länger seinen Passionszyklus "...am dritten Tage..." gestaltet.
Jörg Längers Christusgestalten sind auf Silhouetten reduziert. Er zitiert Darstellungen berühmter Künstler wie Grünewald, Rembrandt, Casper D. Friedrich, Giacometti und verfremdet sie, indem er diese in einen neuen Kontext stellt.