Zum Verlauf der Orgelrenovierung

Nach einer umfangreichen Prüfung durch den Sachverständigen der Landeskirche Hans-Martin Petersen Ende 2009 und Anfang 2010 wurde klar, dass die Orgel dringend saniert werden muss. Um das finanziell herausfordernde Projekt anzugehen und überhaupt umsetzen zu können, wurde die Stiftung St. Johannis-Harvestehude gegründet. Zentrale Ziele der Orgelrenovierung waren: Vom ursprünglichen und einmaligen Bestand der Orgel soll so viel wie möglich erhalten werden. So wird das Orgelprospekt restauriert werden und so viel wie möglich Pfeifen erhalten bleiben werden. Erweiterungen und Ergänzungen der Orgel werden rein im Geiste der Romantik und des Orgelbauers Marcussen umgesetzt. Hierbei ist eine der Herausforderungen, die elektrische Traktur wieder auf eine mechanische zurück zu bauen. Der Spieltisch wird mit moderner Elektronik ausgestattet sein, die musikalische Möglichkeiten eröffnet, die es bisher noch nicht gab, heute aber Stand der Technik sind. So gehen zukünftig beispielsweise herrliche Improvisationen nicht verloren, sondern können gespeichert oder einfach als Noten ausgedruckt werden. Vier Orgelbaufirmen wurden 2011 vom Kirchengemeinderat auf ERmpfehlung des Sachverständigen angeschrieben mit der Bitte um einen Entwurf. Nachdem die Angebote der Orgelbauer 2012 durch den Sachverständigen geprüft worden waren, hat er eine Empfehlung für das Angebot der Orgelbaufirma Mühleisen aus Leonberg ausgeprochen. Dieser Empfehlung ist der Kirchenvorstand gefolgt und hat beschlossen, das Projekt genehmigen zu lassen. Während in Leonberg die Vorplanungen begannen, startete an St. Johannis-Harvestehude unter dem Motto "Tradition braucht Innovation" die bislang größte Spendenaktion. Weit über 800 namentlich erfasste und unzählige anonyme Spenderinnen und Spender haben dazu beigetragen, dass bis zum Erklingen des ersten Tones bei der Einweihung am 22. März 2015 die benötigte Summe von 1,2 Millionen Euro erreicht wurde.